Sonntag, 18. August 2013
Android Emulator einrichten
Der Emulator
Der Android Emulator ist ein mächtiges Werkzeug zum testen und entwickeln von Android Apps. Während wir natürlich auch auf tatsächlicher Hardware testen können und sollten bietet uns der Emulator den entscheidenden Vorteil das wir hier auf vielen verschiedenen Android Versionen testen können um unsere Andwendungen möglichst kompatibel zu machen.
Der Emulator hat klar ein paar Vorteile aber er hat auch Nachteile. Dazu gehört z.b. das nicht jeder Code auf einem Emulator funktioniert, die Netzwerkkarten haben keine Mac-Adresse und er läuft furchtbar langsam. Dennoch ist es sehr sinnvoll sich einen Emulator einzurichten.
Emulator erstellen
Emulatoren werden über das Android SDK erstellt. Vorrausgesetzt wir haben mindestens ein System Image installiert können wir einfach den AVD Manager aus unserem Android SDK Ordner starten und darüber einen oder mehrere Emulatoren einrichten. Aufgerufen werden kann der AVD Manager aber auch direkt aus Eclipse heraus.
Starten wir den AVD Manager kann es einen Moment dauern bis wir das oben abgebildete Fenster sehen. Bei mir befindet sich schon ein Eintrag in der Liste, hat man noch keinen Emulator erstellt ist diese Liste leer. Um jetzt einen neuen Emulator einzurichten klicken wir einfach auf die Schaltfläche "New".
Wir haben dann dieses Fenster vor uns und können beginnen unseren Emulator unseren Wünschen anzupassen. Als erstes tragen wir bei "AVD Name" ein wie unser Emulator heißen soll. Erstellen wir nur einen kann das einfach Emulator oder sonst was sein. Haben wir mehrere mit unterschiedlichen Konfigurationen sollte man im Namen einen Hinweis einbauen um was genau es sich handelt.
Als nächstes kommt "Device". Hier wählen wir aus einer dropdown Liste aus welches Gerät emuliert werden soll. Wir können dabei zwischen vorgefertigten Geräten der Nexus Reihe wählen. Alle mit unterschiedlichen Auflösungen und Bildschirmgrößen. Hier entscheiden wir darüber ob wir eher ein Tablet wollen oder ein Smartphone. Wir können auch andere Konfigurationen wählen wie z.b. WXGA. Wichtig ist einfach zu wissen das wir hier die Auflösung und die Bilddiagonale in Zoll wählen.
Jetzt wählen wir unter "Target" noch aus welche Android Version wir benutzen wollen. Haben wir ein vorgefertigtes Gerät unter "Device" gewählt haben wir hier meistens schon einen Eintrag stehen. Man kann ihn aber verändern wie man es gerne hätte. Es kann dabei allerdings passieren das der Emulator später instabil läuft oder gar nicht erst startet und beim booten hängen bleibt. Ist das der Fall können wir entweder eine andere Android Version verwenden oder wir wechseln das Gerät.
Jetzt brauchen wir noch einen Prozessor für unseren Emulator. Je nachdem welche Komponenten wir in unserem SDK installiert haben tauchen unter "CPU/ABI" verschiedene Möglichkeiten auf. Ich empfehle die Verwendung des "ARM" Prozessors. Das ist auch der, der bei den meisten Smartphones verbaut ist.
Wir haben jetzt noch die Möglichkeit zu entscheiden ob wir ein Hardware Keyboard und Hardware Controls verwenden wollen. Hacken wir "Keyboards" und "Skin" an können wir die Home, Zurück, Menu etc. Tasten direkt benutzen. Das Hardware Keyboard ermöglicht uns unsere PC Tastatur zu verwenden um Eingaben zu tätigen.Ich finde das persönlich besser als die Software Tasten aber das ist reine Geschmackssache.
Über die Optionen "Front Camera" und "Back Camera" entscheiden wir noch ob wir auf unserem Emulator die entsprechenden Kameras verwenden wollen. Wir können hier wählen ob sie einfach nur emuliert werden soll oder ob eine am Rechner angeschlossene Webcam verwendet werden soll. Wird sie nur emuliert sieht man einfach irgendwelche Android Bilder als Kameraaufnahmen. Die Webcam funktion habe ich noch nie ausprobiert da ich keine Webcam habe aber ich kann mir vorstellen das es nicht besonders stabil oder einfach nur furchtbar langsam läuft. Aber das ist nur eine Mutmaßung.
Die "Memory Options" sind hier mit etwas Vorsicht zu genießen. Uns werden nach der Auswahl des Geräts hier bereits Werte vorgegeben die wir selbstverständlich anpassen können. Allerdings kann es passieren das wenn wir zu viel RAM benutzen das ganze System instabil läuft. Genauso verhält es sich mit zuwenig. Die VM Heap sollte immer einen Wert von 16, 32 oder 64 haben. Am besten ist es diesen Wert nur in wirklichen Ausnahmefällen zu verändern. Ich würde sogar empfehlen die Speicherwerte einfach so zu belassen wie sie sind.
Dagegen kann man den "Internal Storage" auf einen beliebigen Wert setzen. Man sollte nur daran denken das dieser Speicherplatz vom Emulator verbraucht wird. Und wie der Name schon sagt repräsentiert dieser Wert den internen Speicherplat der unserem Emulator zur verfügung steht.
Die "SD Card" Optionen sollten eigentlich selbsterklärend sein. Hier stellen wir einfach ein wie groß unsere SD Card ist die verwendet werden soll. Auch hier gilt wieder der Speicherplatz muss vorhanden sein. Aus stabilitäts Gründen sollte man gängige Größen verwenden. Hat man eine Datei die man als SD Card verwenden möchte kann man diese hier eintragen.
Als letztes haben wir noch die "Emulation Options". Hier kann man die "Snapshot" Option setzen. Diese Funktion ist dazu gedacht das der Emulator seinen aktuellen Zustand beim Beenden speichert und beim nächsten Start wieder lädt. Damit kann man das langwierige booten überspringen. Allerdings können dadurch auch Probleme auftreten. Man kann es probieren, wenns nicht funktioniert einfach wieder abschalten. Als letztes dann noch "Use Host GPU". Ist diese Funktion aktiviert versucht der Emulator die GPU des Rechners zu benutzen auf dem er läuft. Haut das hin steigert das die Performace des Emulators und wir können flüssiger arbeiten. Sollte man mal aktivieren und wenn es keine Probleme gibt auch benutzen.
Mein Emulator sieht jetzt aus wie auf dem Bild. Klicken wir jetzt auf "OK" sollte der AVD Manager uns einen neuen Emulator anlegen mit dem wir dann arbeiten können. Der Emulator erscheint dann in der Liste und über "Edit" können wir ihn nachträglich nocheinmal bearbeiten. Klicken wir auf "Start" können wir unseren Emulator auch direkt starten um zu gucken ob er auch läuft.
Nach dem starten erscheint das obige Fenster. Hier können wir noch einstellen ob wir die Displaygröße auf die original Größe skalieren wollen. Dazu setzen wir das Häkchen bei "Scale display to real size" und geben ein wie groß unser Bildschirm ist und auf welcher dpi Zahl er läuft. 96dpi ist hierbei der übliche Standart. Setzen wir "Wipe user data" wird alles was wir bisher in unserem Emulator gemacht haben zurückgesetzt. Wir sehen hier auch die "Launch from snapshot" und "Save to snapshot" Funktionen. Haben wir sie für unseren Emulator aktiviert können wir damit bestimmen ob wir unsere Emulator Session speichern und/oder laden wollen. Zum starten klicken wir jetzt einfach auf "Launch" und unser Emulator wird gestartet. In meinem Fall sieht das Ergebnis nach dem langen Bootvorgang dann so aus:
Das war auch schon. Jetzt können wir anfangen zu testen oder uns noch weitere Emulatoren hinzufügen. Wollen wir aus Eclipse heraus eine Anwendung starten kriegen wir eine Liste mit allen kompatiblen Emulatoren und Geräten angezeigt und wir können auswähen mit welchem wir starten wollen.
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